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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Donnerstag, 25. Februar 2016
Schonach

Winterfinale JTFO/JTFP 2016: Bronze für NRW

Das Team NRW, bestehend aus den Skilanglaufmannschaften WK III Jungen und WK III Mädchen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Winterberg, der gemischten WK IV Mannschaft des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe, des Skisprung Regionalteams NRW und den beiden Ski-Alpin-Regionalteams (Jungen und Mädchen) Nordrhein-Westfalen, erlebten in Schonach vier Jahreszeiten in drei Tagen.

Frühlingshaft warme Temperaturen am ersten Tag, starker Regen mit anschließend dichten Schneefällen am zweiten Tag und herrlichstes Winterwetter am dritten Tag stellten die Aktiven, aber vor allem die Organisatoren vor große Herausforderungen.  Bereits in den Tagen vor dem Winterfinale sorgten heftige Stürme und Regenfälle dafür, dass der Schnee von Pisten. Loipen und Schanzen vertrieben wurde. So mussten die Wettbewerbe Ski-Alpin und Skilanglauf an andere Wettkampforte verlegt werden. Keine leichte Aufgabe also für die Organisationsteams von Thomas Braun (Ski Alpin), Georg Zipfel (Skilanglauf) und Rolf Schili (Skisprung), die es mit großem Einsatz schafften, allen Wetterkapriolen zum Trotz, gute Wettkampfbedingungen für die jugendlichen Athleten zu schaffen.

Am ersten Wettkampftag sorgten frühlingshafte Temperaturen um 14 Grad und herrlicher Sonnenschein  in der Biathlon-Arena Weissenbach in Schönwald nicht nur für Schweißperlen bei den Athleten. Die Skilangläufer konnten sich beim freien Training vom Zustand und Verlauf des Kurses einen ersten Eindruck verschaffen. Die warmen Temperaturen ließen die Loipe jedoch stellenweise sehr weich werden, was die Techniker und Wachser vor erhebliche Probleme stellte. Dennoch hielt die Loipe, da diese wirklich hervorragend präpariert war. Sorgenfalten in die Stirn von Georg Zipfel und seinem Team trieben jedoch die Wetterprognosen für den kommenden Tag. Starker Regen war für den ersten Wertungstag, an dem die Techniksprints anstanden, angesagt.

Auch die Skispringer fanden beim freien Training am ersten Tag gute Bedingungen vor. Gute Sicht und eine hervorragend präparierte Schülerschanze in der Nachbargemeinde Schönwald erlaubten Sprünge auf über 20 Meter. Leider war das Regionalteam NRW aufgrund eines Krankheitsfalls dezimiert, so dass wenig Hoffnung bestand, beim ersten Wertungsspringen am folgenden Tag mit einer kompletten Mannschaft antreten zu können.

Die Ski-Alpin-Wettbewerbe mussten aufgrund des Schneemangels in Schonach an den ca. 60 km entfernten Feldberg verlegt werden. Dies bedeutete für alle Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität und Improvisationskunst. In einer sehr guten Verfassung präsentierten sich die von Ernst Knipschild und Andrea Hengsbach betreuten Regionalteams im alpinen Skilauf. Mit einem dritten (Jungen) und einem vierten Rang (Mädchen) im Vielseitigkeitslauf schufen sich die Skirennläufer und -läuferinnen aus NRW eine hervorragende Ausgangsposition für den  Teamwettbewerb (Parallelslalom) am folgenden Tag.

Abgerundet wurde der erste Wettkampftag durch eine fröhliche Eröffnungsfeier am Abend. Die jungen Athleten wurden von Bürgermeister Jörg Frey im Haus des Gastes in Schonach begrüßt und erlebten einen abwechselungsreichen Beginn des Winterfinales 2016.

Der zweite Wettkampftag stand im Zeichen der ersten Entscheidungen und dies bei katastrophalen Wetterbedingungen. Seit der Nacht ergoss sich der Regen in Strömen über den Schwarzwald und sorgte am folgenden Tag für schwierigste Bedingungen für alle Beteiligten. Die zuvor durch hohe Temperaturen aufgeweichten Loipen, Pisten und Schanzen litten unter den heftigen Regenfällen enorm. Umso erstaunlicher wie es die Organisationsteams vor Ort dennoch schafften, bei diesem Umständen immer noch für gute Wettkampfbedingungen zu sorgen … Hochachtung und ein großes Lob!

Der geplante Parallelslalom der Alpinen musste leider für diesen Tag abgesagt werden, da Regen und Sturm am Feldberg keinen Wettkampf zuließen. Nach langen Beratungen und intensiven Studien des Wetterberichtes konnte die Organisationsleitung am späten Nachmittag grünes Licht für den Neustart dieses Wettbewerbs am nächsten Tag geben.

Für die Skilanglaufteams bedeutete der Regen nicht nur schwierigste Bedingungen in der Loipe, sondern auch durchgefrorene und durchnässte Athleten und Betreuer. Dennoch wurde in der Loipe alles gegeben und die Teams aus Nordrhein-Westfalen schlugen sich durchaus achtbar. Im Techniksprint, einer mit Technikelementen bestückten, 2 Km (WK III) bzw. 1 km (WK IV) langen Strecke gaben die von Julia Padberg und Bernd Lauber betreuten Mädchen und Jungen aus Winterberg sowie die gemischte WK IV-Mannschaft aus Bad Laasphe, betreut von Julia Rohrbach, alles und belegten nach dem ersten Wettkampfteil Platz 8 (WK III Mädchen), Platz 9 (WK IV) und Platz 18 (WK III Jungen).

Die jungen Skiadler aus NRW, betreut von Dirk Drebs, sprangen trotz der krankheitsbedingten Dezimierung der Mannschaft auf einen ehrenhaften 10. Platz und sammelten hier wertvolle Erfahrungen für die Zukunft.

Der dritte und letzte Wettkampftag sorgte dann endlich für Kaiserwetter und demzufolge für optimale Voraussetzungen für sportliche Höchstleistungen. Schneefall am Vorabend, Kälte in der Nacht und Sonnenschein mit Temperaturen zwischen 0 und 4 Grad ließen bei allen Beteiligten die widrigen Bedingungen des Vortags vergessen. Die Stimmung an Hängen und Pisten war großartig und eines Bundesfinales würdig.

Herausragend und bespielhaft war die gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung von JTFO- und JTFP-Athleten. Bei diesen Wettkämpfen konnte man gelebte und gelungene Inklusion aus nächster Nähe erfahren.

Im Skilanglauf mussten sich die Skilangläufer aus NRW der übermächtigen Konkurrenz aus den Leistungszentren in Bayern und Thüringen geschlagen geben und belegten dennoch einen beachtlichen 8. Platz (WK III Mädchen), einen 10. Platz (WK IV Mix) und einen 17. Platz (WK III Jungen) in der Gesamtwertung.

Für den größten Erfolg und die erhoffte Medaille sorgten die alpinen Skiläufer. Das Mädchen-Team belegte nach dem Parallelslalom einen tollen vierten Platz in der Gesamtwertung und konnte damit ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Die Jungen steigerten sich sogar noch einmal gegenüber dem Vorjahr und holten nach fantastischen Läufen in der Besetzung Tom Krell, Damian Englot, Lasse Torbohm, Finn Klocke und Oscar Lex die Bronzemedaille nach Nordrhein-Westfalen.