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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Donnerstag, 27. September 2018
Berlin

Herbstfinale JTFO / JTFP 2018: 3 x Gold für Team NRW

Von der Bundesfinalwettkämpfen des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia / für Paralympics, die in Berlin vom 23. - 27. September 2018 in 10 Sportarten stattfanden, kehrten 8 Schulmannschaften aus Nordrhein-Westfalen mit Medaillen zurück, drei Teams sogar mit einer goldenen Medaille.

Zum diesjährigen Öffnet externen Link in neuem FensterHerbstfinale JTFO / JTFP reisten die Mannschaften dieses Mal alle gemeinsamen in Sonderzügen der Deutschen Bahn an. Einerseits sorgte dies bereits bei der Anreise für das besondere Event-Gefühl, andererseits führte dies bei der Ankunft am Berliner Hauptbahnhof für lange Warteschlangen bei der Akkreditierung.

Traditionell werden beim Herbstfinale die Bundessieger in den Outdoor-Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Golf, Hockey,  Leichtathletik, Rudern, Tennis und Triathlon ermittelt. Ergänzt wird dieses Wettkampfprogramm durch die Indoor-Sportarten Judo und Schwimmen.

Am ersten Wettkampftag (Montag) legten die sommerlichen Temperaturen eine Pause ein und ungemütliches Herbstwetter stellte sich ein. Besonders die Leichtathleten und Beach-Volleyballer  fanden bei  kalten Temperaturen, Wind, Regen und Hagelschauern keine optimalen Wettkampfbedingungen vor. Im zugigen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark fielen dann auch die ersten Entscheidungen. In der Leichtathletik erreichte das Mädchen-Team des Norbert-Gymnasiums Knechsteden aus Dormagen in der Wettkampfklasse III für einen respektablen 8. Platz. Bei den Jungen war in der WK III die Mannschaft der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule für NRW am Start. Mit einem 11. Platz zog sich das Team bei seinem ersten Auftritt auf Bundesebene achtbar aus der Affäre.

Der zweite Wettkampftag stand dann ganz im Zeichen der Qualifikationen für die Zwischenrunden und Viertelfinals in den Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Hockey, Judo, Rudern, Schwimmen und Tennis. In den Sportarten Golf und Triathlon wurden jeweils der erste Wertungsteile (Zählspiel im Golf und Einzelwettbewerb im Triathlon) ausgetragen. In der Leichtathletik fielen die Entscheidungen in der Wettkampfklasse II.

Im Gegensatz zum Vortag herrschten an diesem Dienstag perfekte Wettkampfbedingungen … blauer Himmel, kaum Wind und angenehme, spätsommerliche Temperaturen.

In der Leichtathletik kamen die Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen nicht in die Nähe der Medaillenränge. Bei den Mädchen belegte das Team des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aus Bünde mit 7.240 Punkten in der Endabrechnung den 10. Platz. Die Jungen vom Landrat-Lucas-Gymnasium aus Leverkusen belegten am Ende mit 8.394 Punkten den 7. Rang. Bei den Paralympics war auch in diesem Jahr wieder die Paul-Klee-Schule aus Leichlingen als Landesmeister Nordrhein Westfalen am Start. Das wettkampfstarke Team war nach dem ersten Wettkampftag sehr weit hinten platziert, da es nur mit drei Schüler und Schülerinnen in der WK III antreten konnten. Am zweiten Wettkampftag traten die Schüler und Schülerinnen der WK II an und die Punktejagd der Leichlinger Leichtathleten begann. Nachdem sie im letzten Jahr den 4. Platz belegt hatten, erreichten sie in diesem Jahr Platz sechs, was umso bemerkenswerter ist, da die Schule nach einer Überflutung seit Schuljahresbeginn geschlossen ist und die Trainingsmöglichkeiten dadurch erheblich behindert waren.

Am letzten Wettkampftag ging es dann in den anderen Sportarten um die Medaillen und Platzierungen. Im Judo, wo die Wettkämpfe in diesem Jahr erstmalig in der Meritz-Sporthalle Adlershof ausgetragen wurden,  konnten die NRW-Mannschaften mittlere Platzierungen erreichen. Die jungen vom Ruhr-Gymnasium Witten belegten in der Platzierungsrunde schließlich den 11. Rang. Die Mädchen von der Gesamtschule Hennef schafften es sogar in die Finalrunde und belegten in der Endabrechnung Platz 6.

Im Tennis konnten ebenfalls einstellige Platzierungen erreicht werden. Die Jungen vom Theodor-Heuss-Gymnasium aus Waltrop belegten final den 8. Rang. Besser noch machten es die Mädchen vom Gymnasium Fabritianum aus Krefeld, die den 6. Platz erreichen konnten.

Und auch der erhoffte Medaillenregen setzte am letzten Wettkampftag ein.

Beim Schwimmen gingen für NRW  in der WK IV die Mannschaften vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium aus Remscheid (Jungen) und vom Goethe-Gymnasium aus Dortmund (Mädchen) ins Wasser. Die Remscheider Jungen belegten nach zwei Wettkampftagen den 9. Rang, die Dortmunder Mädchen erschwommen sich den 6. Platz. Das Essener Helmholtz-Gymnasium, welches in der WK III sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen vertreten war, konnte seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Das Jungen-Team belegte am Ende einen tollen 4. Platz. Getoppt wurde dies auch in diesem Jahr von dem Essener Mädchen-Team, welches sich den 3. Platz erkämpfte und damit die erste Medaille für Nordrhein-Westfalen holte.

Als Landesmeister Nordrhein Westfalen hat sich die Hugo Kükelhaus Schule aus Wiehl auch in diesem Jahr wieder für das Bundesfinale im Schwimmen qualifiziert. Damit ist die Hugo Kükelhaus Schule als eine der wenigen Schulen von Beginn an des Wettbewerbes JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS mit dabei. Auch in diesem Jahr war das Ziel des Kükelhaus Schwimmteams den vierten Platz vom Vorjahr zu verteidigen. Dieses Ziel gelang dem ausgewogenen Wiehler Team damit bereits zum 6. Mal in Folge hinter den unter professionellen Bedingungen trainierenden Mannschaften aus Potsdam, Berlin und Schwerin.

Nach einer tollen Vorrunde bei zum Teil katastrophalem Wetter standen die Beach-Volleyballer  vom Mariengymnasium aus Bocholt im Halbfinale gegen die Mannschaft vom Schul- und Leistungssportzentrum Berlin auf verlorenem Posten. Das Team konnte aber am Finaltag, bei wunderschönem Wetter, noch einmal alle Kräfte mobilisieren, sich gegen das Team aus Sachsen-Anhalt mit 2:1 durchsetzen und damit die Bronzemedaille sichern.

Auch mit der Sportart Golf meinte es der Wettergott gut und ließ an beiden Wettkampftagen die Sonne scheinen und den Wind schlafen. Nach dem abschließenden Vierer-Zählspiel belegte das Team vom Gymnasium Essen-Werden, hinter den starken Golfern aus Bayern und Baden-Württemberg, mit einem guten Vorsprung von 7 Schlägen auf die viertplatzierte Mannschaft aus Brandenburg, einen herausragenden 3. Platz.

Beim Fußball deckten die NRW-Mannschaften das gesamte Leistungsspektrum ab. Als diesjähriger Landessieger im Fußball der Förderschulen für geistige Entwicklung war in diesem Jahr die Paul-Kraemer Schule aus Frechen beim Bundesfinale als  Vertreter Nordrhein Westfalens am Start. Durch den kurzfristigen Ausfall ihres Spielmachers war die Mannschaft erheblich geschwächt und die Medaillenträume in weite Ferne gerückt. In der Klassifikationsrunde standen 2 Siege gegenüber 4 Niederlagen, sodass die Frechener Mannschaft in der B Gruppe spielten, in der sie letztendlich Platz 13 belegten. In der Wettkampfklasse III belegten die Jungen von der Gesamtschule Berger Feld aus Gelsenkirchen nach einem misslungenen Turnierstart lediglich Platz 11 in der Gesamtwertung. Die Mädchenmannschaften spielten stark auf, mussten dann aber den körperlich und spielerisch überlegenen Mannschaften den Vortritt lassen. In der WK III freuten sich die vielen mitgereisten Anhänger über den 7. Platz des Ratsgymnasiums aus Bielefeld. Noch einen Platz besser ging es für die Mannschaft des Landrat-Lucas-Gymnasiums aus Leverkusen, welche den 6. Rang belegte. In der WK II bei den Jungen konnte sich die Mannschaft der Gesamtschule Meiderich aus Duisburg mit viel Einsatz und ein wenig Glück bis ins Endspiel vorkämpfen. Hier unterlagen die Duisburger dem Team aus Sachsen -Anhalt denkbar knapp mit 0:1, sorgte aber damit für den Gewinn der einzigen Silbermedaille aus NRW-Sicht.

Im Südosten von Berlin ging es für die Ruderer um Titel, Medaillen und Platzierungen. Neben vielen fünften und sechsten Plätzen konnten auch Medaillen eingefahren werden. Der Gig-Vierer (Jungen) des Besselgymnasiums aus Minden sicherte sich in einem packenden Finish die Bronzemedaille. Noch besser machte es die Mädchen vom Theodor-Heuss-Gymnasium aus Essen. Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg ruderten sich die Essener Mädchen auf den ersten Platz und konnten  sich, strahlend vor Freude, die Goldmedaillen  umhängen lassen.

Im südwestlichsten Teil von Berlin kämpften die Hockeyspieler um Medaillen und Platzierungen. Das sonst so starke Mädchen-Team von der Luisenschule aus Mülheim/Ruhr spielte ungewohnt gehemmt und konnte dadurch nur den 7. Platz erreichen. Besser machten es die Jungen vom Humboldt-Gymnasium aus Düsseldorf. Mit einer ganz starken und fokussierten Leistung marschierte das Team  ungeschlagen durch das Turnier. Völlig verdient wurde auch das Endspiel gegen die Mannschaft aus Bayern mit 4:3 gewonnen. Überglücklich ließen sich die Düsseldorfer die Goldmedaillen umhängen und dürfen nun den Titel „Bundessieger“ tragen.

Die denkbar knappste Entscheidung fiel im Olympiapark von Berlin im Triathlon. Nach dem Einzelwettbewerb am Dienstag und dem abschließenden Mannschaftswettbewerb am Mittwoch sicherte sich das Team vom Tannenbusch-Gymnasium aus Bonn einen packenden Kampf um Gold, Silber und Bronze. In einem dramatischen Zieleinlauf erkämpften sich die Bonner mit einem winzigen Vorsprung von lediglich zwei Sekunden auf die zeitgleichen Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern und Hessen die vielumjubelte Goldmedaille.

Den Abschluss einer tollen und ereignisreichen Woche bildete dann die große Abschlussfeier in der Max-Schmeling-Halle in Berlin.

Öffnet externen Link in neuem FensterPressemitteilung der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

Öffnet externen Link in neuem FensterVideo über das Herbstfinale 2018