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Sportland
Nordrhein-Westfalen - Landessportfest der Schulen
Montag, 04. April 2016
Gzira (Malta)

ISF 2016: Luisenschule aus Mülheim holt Bronze bei den Schulweltmeisterschaften auf Malta

Für einen sensationellen Erfolg sorgten die Mannschaften der Luisenschule aus Mülheim an der Ruhr bei der erstmaligen Teilnahme an der Schulweltmeisterschaft im Badminton auf Malta. Sowohl die Jungen als auch die Mädchen holten Bronze und sind somit die besten Schulmannschaften außerhalb von Asien.

Die Mädchen schnupperten sogar am Endspiel. Im Halbfinale gegen das chinesische Team hatte Judith Petrikowski beim Stand von 2:1 für Deutschland bereits einen Matchball, um den entscheidenden dritten Punkt zu holen. Doch sie verlor den zweiten Satz mit 20:22 und gab das Match durch ein 18:21 im dritten Durchgang noch aus der Hand. Parallel unterlag Annalena Diks in zwei Sätzen, so dass China doch noch als 3:2-Sieger vom Feld ging. „Knapper und unglücklicher kann man ein Halbfinale nicht verlieren“, meinte André Krause, der die Luisenschulmannschaft in Gzira betreute.

Aber der Reihe nach: Die jungen Mülheimer Damen hatten leichte Startschwierigkeiten. Beim 0:5 gegen Chinese Taipeh verkauften sie sich unter Wert. Die anderen beiden Gruppenspiele gegen Spanien (5:0) und Italien (4:1) gewannen sie aber souverän.

Bei den Jungen wurde die Besetzung der Gruppen aufgrund einiger Absagen kurzfristig verändert, so dass die Mülheimer statt auf den Iran und Indien auf Griechenland trafen. China und Luxemburg blieben in der Gruppe. In den beiden ersten Partien gegen Griechenland und Luxemburg ließen die Luisenschüler nichts anbrennen und gewannen jeweils mit 5:0. Im letzten Gruppenspiel gegen die chinesische Auswahl verkauften sich die Mülheimer Schüler stark, letztlich gingen aber alle Partien knapp verloren. Das 0:5-Endergebnis klang wesentlich deutlicher als es war.

Als Gruppenzweiter bekamen es beide Mannschaften im Viertelfinale mit der Türkei zu tun. Die Mädchen setzten sich alle deutlich durch und zogen mit einem 5:0-Erfolg ins Halbfinale ein. Die Jungen konnten die Doppel (Daniel Hess/Julian Voigt und Tim Fischer/Max Kick) für sich entscheiden, doch im ersten Einzel musste Julian Voigt verletzt aufgeben. Daniel Hess holte in einem spannenden Drei-Satz-Match gegen Mesut Sezer den entscheidenden Punkt. Da auch ein türkischer Spieler verletzt aufgeben musste, lautete der Endstand 4:1.

Ohne Julian Voigt hatten die Jungen in ihrem Halbfinale gegen Chinese Taipeh einen schweren Stand. Tim Fischer und Daniel Hess hatten bei ihrer Drei-Satz-Niederlage im Doppel noch die besten Chancen, alle anderen vier Partien endeten in zwei Sätzen für die Asiaten.

Nachdem auch die Mädchen in ihrem Krimi unglücklich das Finale verpasst hatten, ging es für beide Mannschaften noch um die Bronzemedaille. In einem unglaublichen Drama mussten die Jungen nach den beiden gewonnenen Doppeln den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Die Entscheidung fiel im dritten Satz des dritten Einzels. Tim Fischer behielt die Nerven und sicherte seinem Team die umjubelte Bronzemedaille.

Im kleinen Finale der Mädchen lag das Mülheimer Team gegen Griechenland schnell mit 2:0 vorne, ehe Yvonne Li alles klar machte. „Wir sind rundum zufrieden mit den beiden Bronzemedaillen“, meinte Betreuer André Krause. „Wir sind das beste europäische Team und das ist mehr als wir vorher erwarten konnten.“

Quelle: Marcel Dronia (WAZ)