Sportland.nrw

Berufliche Orientierung

Bereits während der Schulzeit sollten Jugendliche ihre berufliche Neigungen und Ziele erkennen. Eine diesbezügliche Hilfe gehört zum Standard der Schulen und wird durch Praktika, Unterrichtseinheiten, Berufsorientierungstests und Beratungsmaßnahmen realisiert. Leistungssportlerinnen und -sportler nehmen an diesen Aktivitäten teil. Sie benötigen aber darüber hinaus zusätzliche Informationen, um nicht nur das angestrebte Berufsziel erreichen, sondern zugleich auch ihre leistungssportliche Karriere fortsetzen zu können.

So wie die Schulen die Aufgabe haben, ihre Schülerinnen und Schüler insgesamt auf den Übergang in die nachschulische Laufbahn vorzubereiten, so begleiten die Schulen des Verbundsystems Schule und Leistungssport diese besondere Berufsvorbereitung für die Sportkader. Dafür gibt es im Zusammenwirken mit den Leistungssportkoordinatoren der Schulen Lehrkräfte mit dieser besonderen Zuständigkeit, die die ersten Ansprechpartner bei auftretenden Fragen sind. Entscheidend ist, dass jedem Kader Hilfe und kompetente Gesprächspartner angeboten werden. Neben der Familie und dem Freundeskreis sind insbesondere die Trainerinnen und Trainer in diesen Prozess eng eingebunden. Neben den allgemeinen für die Berufsfindung wertvollen Hilfen sowie den Maßnahmen der Schulen des Verbundsystems wird in Zukunft ein Informations- und Beratungssystem für die Kadersportlerinnen und -sportler (Landes- und Bundeskader) aufgebaut:

1.    Ein Basisinformations- und Beratungssystem für alle Kadersportlerinnen und -sportler. Die individuelle Beratung für die jugendlichen Leistungssportlerinnen und -sportler beginnt mit einer umfassenden schriftlichen Information über Schul-, Hochschul-, Berufsausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im Zusammenhang mit einer Leistungssportkarriere. Durch systematisch angesetzte Schulungs- und Informationsveranstaltungen sollen Fachverbände und insbesondere die Trainerinnen und Trainer in die Lage gesetzt werden, die Duale Karriereplanung aktiv zu begleiten. Gerade den Trainerinnen und Trainern kommt hinsichtlich der persönlichen Entwicklung ihrer Sportlerinnen und Sportler eine besondere Bedeutung zu. Sie haben die direkte Verbindung zu ihren Athletinnen und Athleten und müssen in der Lage sein, sie über Schwerpunkte der Dualen Karriere zu informieren und an geeignete Beratungsstellen weiterzuleiten.

2.    Für alle Bundeskaderathletinnen und -athleten kommt den Olympiastützpunkten in diesem Prozess eine besondere Bedeutung zu. Sie erhalten hierbei ein verpflichtendes Erstgespräch bei den Laufbahnberatern, welches auch vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und von der Stiftung Deutsche Sporthilfe vorgegeben wird. Für herausragende und durch den Fachverband empfohlene Leistungssportlerinnen und -sportler gibt es mit externer Unterstützung eine professionelle Beratung zur gezielten beruflichen Orientierung.

3.    Darüber hinaus wird ausgewählten Athletinnen und Athleten ein Mentoring-Programm bei einem entsprechenden Unternehmen auch über die Sportstiftung angeboten.