Sportland.nrw

Volleyball Beach

Julius Brink und Jonas Reckermann

Julius Brink

Sportart: Beachvolleyball
Trainingsort: Olympiastützpunkt Köln
Größte Erfolge: Gold: WM, 3 x EM;Bronze: 2 x WM

Wettkampftage: ab 28.07.

Der 30-jährige Münsteraner baut auf Taktik für das olympische Turnier: "Wir machen uns immer Gedanken, wie wir unsere Spielzüge weiterentwickeln können, und sind in dieser Hinsicht unserer Konkurrenz einen Schritt voraus." Erst Anfang Juni hat der Sportmanagement-Student mit Partner Jonas Reckermann die Europameisterschaft gewonnen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach London, denn den Kampf um die Medaillen beurteilt er als "sehr enge Kiste". Neben den traditionell favorisierten Teams aus Amerika und Brasilien empfehlen sich seiner Ansicht nach auch Duos des eigenen Kontinents für Edelmetall: "Die Polen, die Niederländer und nicht zu vergessen das zweite deutsche Team." Andererseits können Brink und Reckermann sich auf ihre Erfahrung bei den Spielen in Peking und die optimale Vorbereitung auf eigens zusammengemischtem Sand verlassen,der dem in London gleicht und auf ihrem Kölner Court aufgeschüttet wurde. Die Aufregung hält sich noch in Grenzen, aber: "Wir freuen uns total drauf."

Jonas Reckermann

Sportart: Beachvolleyball
Trainingsort: Olympiastützpunkt Köln
Größte Erfolge: Gold: WM, 4 x EM; Silber: EM; Bronze: WM + EM

Wettkampftage: ab 28.07.

Wenn der rotblonde 2-Meter-Mann den Hauch einer Chance sieht, den Punkt zu machen, geht er auch ungewöhnliche Wege. Wie in Moskau, als sein Kontrahent den Ball weit aus dem deutschen Feld schlägt. Reckermann spurtet los, Kopf im Nacken, die Kugel im Blick. Und dann versenkt er sie, mitten zwischen den Gegenspielern - per Fuß mit einem Fallrückzieher, der das Zeug zum Tor  des Monats hätte. Seit drei Jahren spielt er mit Julius Brink - und genauso lange verfolgt das Duo konsequent die Mission Olympia. "Wir wollen eine Medaille. Und nach jetzigem Stand werden wir auch vorne mitspielen", sagt der Blockspezialist, der mit seinem Partner auf Platz eins der deutschen und Platz drei der Weltrangliste steht, obwohl er noch Anfang des Jahres mit einer Schulterverletzung zu kämpfen hatte. Als "groß, ruhig, ehrgeizig" würden ihn seine Kollegen wohl beschreiben, vermutet der Athlet aus Rheine. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 2004 musste er sich mit dem neunten Rang zufriedengeben. Diesmal soll es besser laufen: "Jeder, der uns kennt, der mit uns arbeitet, weiß, dass wir alles für den Erfolg tun."

Ilka Semmler und Katrin Holtwick

Ilka Semmler

Sportart: Beachvolleyball
Verein: Seaside Beach Club Essen e. V.
Größte Erfolge: EM-Silber

Wettkampftage: ab 28.07.

Wie die meisten ihrer Zunft kommt auch die hochgewachsene (1,83 Meter) Athletin vom Hallen-Volleyball. Als 10-Jährige baggert, pritscht und blockt sie in Kreuzau, bevor sie auf den Sandplatz wechselt. Mit dem Traum von Sonne, See und Abenteuer räumt die Studentin der Reha-Pädagogik aber gleich auf. Zwar liegen viele Spielorte der Profi- Wettkämpfe tatsächlich am Meer. Doch oft genug finden sich die Sportlerinnen, die im knappen Bikini antreten, auch wie in Moskau neben zwölfspurigen Hauptverkehrsstraßen wieder. Oder in Schanghai weitab vom Zentrum, wo es zwar Smog, aber kein Publikum gibt. Auf die Metropolen-Matchs in der Londoner City, wo sie mit Partnerin Katrin Holtwick Ende Juli auf der Horse Guards Parade aufschlagen wird, freut sich die eine Hälfte des Essener Duos aber unbändig: "Eine Top- 10-Platzierung" visieren die beiden an. Mindestens. Denn die Weltranglistenersten aus Brasilien haben sie beim Mai-Wettkampf in Peking schon zweimal besiegt. Seitdem tragen sie in der Szene den Spitznamen "Giant Killers". Nomen est omen. 

Katrin Holtwick

Sportart: Beachvolleyball
Verein: Seaside Beach Club Essen e. V.
Größte Erfolge: EM-Silber

Wettkampftage: ab 28.07.

Seit 14 Jahren spielt die gebürtige Bocholterin Turniere im Sand, sechs Jahre davon mit Partnerin Ilka Semmler. Mit ihr hat sie das perfekte Pendant gefunden. Gegenseitig spornen sich die unterschiedlichen Charaktere zu Höchstleistungen an, motivieren sich nach Niederlagen und feiern Erfolge, wie den ersten Platz der europäischen Rangliste 2007, die Deutsche Meisterschaft 2009 oder die gelungene Qualifikation für London: "Man gewinnt und verliert miteinander. Das Zusammenspiel ist von riesiger Bedeutung und wird erst nach mehreren Jahren perfekt." Die talentierte Taktikerin studiert wie ihre Teamkameradin Reha-Pädagogik, agiert auf dem Platz emotionaler, gesteht aber auch, dass sie öfter mal den inneren Schweinehund überwinden muss, wenn sie sich "morgens mit Muskelkater und Schmerzen" aus dem Bett quält. Mit Ehrgeiz, Disziplin und Leidenschaft für das Sandspiel geht sie dagegen an. Und darum will das Damen-Duo bei den Olympischen Spielen seine ganze Offensivstärke zeigen: "Unser Motto ist nicht nur -Dabei sein ist alles!-"

Olympischen Spiele London 2012

21 VON UNS

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