Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten
Sportland Nordrhein-Westfalen - Im Westen treffen sich die Besten

Eishockey-WM 2010

Flaggen in der Lanxess Arena
Flaggen in der Lanxess Arena

Vom 7. bis 23. Mai fand die 2010 IIHF Weltmeisterschaft in Deutschland statt. Die Austragungsorte Gelsenkirchen und Köln zogen viele Zuschauer an. Diese WM war ein Wettbewerb der Überraschungen und Rekorde.

"Ich muss den deutschen Organisatoren ein Kompliment machen. Ich habe bisher 24 Weltmeisterschaften erlebt, und diese war eine der best organisiertesten Veranstaltungen, besonders im Hinblick auf die Unterbringung der Teams und Spieler sowie deren Trainingsmöglichkeiten", resümierte der Präsident der Internationalen Eishockey-Föderation ((IIHF) René Fasel und fuhr fort, "als wir diese WM geplant haben, sprachen wir über ein Eröffnungsspiel in einem Fußballstadion. Wir gingen dieses Risiko ein und erlebten einen unglaublichen Event."

Erstmals wurde bei einer Eishockeyweltmeisterschaft ein Eröffnungsspiel in einem Fußballstadion ausgetragen. Mit 77.803 Zuschauern wurde in der Gelsenkirchener Arena ein neuer Weltrekord aufgestellt. Und auch die weiteren Zuschauerzahlen übertrafen die Erwartungen. Insgesamt liegt die Zuschauerzahl bei ca. 545.000 Besuchern. Mit der Begegnung Slowakei gegen Russland und 18.522 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena konnte ein neuer Besucherrekord ohne Heimteam in der Vorrunde aufgestellt werden. Alleine 210.000 Zuschauer kamen, um die deutsche Mannschaft zu sehen.

Eishockeyfans vor Lanxess ArenaDie deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer Uwe Krupp ist während des Turniers über sich hinausgewachsen. Wie der gebürtige Kölner immer wieder betonte, stimmte in diesem Jahr einfach alles. Nicht immer hat ein Bundestrainer eine Mannschaft zusammen, bei der die "Chemie" stimmt. Und auch der Betreuerstab, der neben Ernst Höfner noch um Rupert Meister und Harold Kreis erweitert werden konnte, war optimal. All dies führte letztlich dazu, dass die deutsche Nationalmannschaft in die Eishockeygeschichte eingehen wird. Erstmals nach 57 Jahren stand ein deutsches Team im Halbfinale. Und die Leistung, die die Spieler während der gesamten WM zeigten, war erstklassig. Sie beendeten diesen Wettbewerb hinter den Top-Nationen Tschechien, Russland und Schweden als vierte. In der Weltrangliste belegen sie nun den neunten Platz und konnten sich damit um drei Plätze verbessern.

Als Überraschung in diesem Jahr kann man neben dem vierten Platz der deutschen Mannschaft auch die Weltmeisterschaft der Tschechen sowie den starken Auftritt der Dänen und das frühe Ausscheiden der Kanadier, USA und Finnen zählen.

Im WM All Star Team, das von den Medienvertretern gewählt wurde, ist auch der Moerser Christian Ehrhoff vertreten.

Das All Star Team:
Torhüter: Dennis Endras (Deutschland)
Verteidigung: Petteri Nummelin (Finnland) und Christian Ehrhoff (Deutschland)
Angriff: Pavel Datsyuk und Evgeni Malkin (beide Russland), Magnus Paajarvi Svensson (Schweden)

Die besten Spieler des Turniers:
Tor: Dennis Endras (Deutschland)
Verteidigung: Petteri Nummelin (Finnland)
Angriff: Pavel Datsyuk (Russland)

Als wertvollster Spieler des gesamten Turniers wurde der deutsche Torhüter Dennis Endras geehrt. Damit ist er der erste Deutsche, der als bester Einzelspieler ausgezeichnet wurde.

Letztlich sind noch die vielen tausend Fans zu nennen, die sich während der gesamten Weltmeisterschaft fair verhalten haben und der Polizei ruhige Stunden bescherten.

Motiv: Eishockey

IIHF Homepage

IIHF Logo

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterzur Homepage