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NRWM FanFest - STARKE FRAUEN

Interview Célia Okoyino da Mbabi

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCélia Okoyino da Mbabi ist eine der Integrationsbotschafterinnen des Deutschen Fußball Bundes. Die 22-Jährige kam in Bonn zur Welt. Ihr Vater stammt aus Kamerun und ihre Mutter ist Französin. Ihre aktive Fußballkarriere begann sie im Bonner Umland, bevor sie 2004 einen Vertrag in Bad Neuenahr unterschrieb.
Célia Okoyino da Mbabi kam über die Stationen U17 und U19 bereits 2005 in die A-Nationalmannschaft.

Wie kamen Sie erstmals mit Fußball in Berührung?
Da war ich noch so klein, das weiß ich gar nicht genau, nur aus Erzählungen. Mein Bruder hat Fußball gespielt, und ich war öfter mit meinen Eltern auf dem Platz. Und irgendwann war es um mich geschehen. Da wollte ich auch Fußball spielen und habe dann mit fünf Jahren angefangen, mit den Jungs zu spielen.

Wann wurde Ihnen klar, das Fußball Ihr Beruf wird?
Das hat sich alles so entwickelt. Ich habe die ganzen Jugendmannschaften durchlaufen. Und als ich in der 1. Bundesliga angefangen habe, konnte man ja noch nicht davon leben. Das hat sich alles mit der Zeit entwickelt und ich habe nicht bewusst entschieden, dass ich jetzt Fußballerin werde. Als Nationalspielerinnen können wir jetzt für den Moment davon leben. Und ich bin froh darüber, dass ich mein Hobby als Job ausüben kann. Nur so große Rücklagen wie die Männer, können wir davon nicht bilden. Man muss sich schon ein zweites Standbein für die Zeit nach der Karriere aufbauen.

Wie bereiten Sie sich auf die Zeit danach vor?
Ich habe mein Abitur gemacht, danach eine Ausbildung im Marketingbereich und studiere momentan Kulturwissenschaft an der Universität in Koblenz. Ich möchte das Studium auch zu Ende bringen und mal schauen, was sich daraus entwickelt.

Die WM im eigenen Land steht bevor. Ist es eine Belastung wegen des Drucks oder überwiegt die Freude?
Es überwiegt ganz klar die Freude. Ich wüsste auch niemanden, der diese WM als Belastung empfinden würde. Der wäre auch fehl am Platz. So etwas wird es so schnell nicht wieder geben, dass man eine WM im eigenen Land spielen kann. Das ist eine so große Chance und man sollte alles genießen was da kommt. Wir freuen uns alle auf diese WM.

Sie sind Intergrationsbotschafterin. Was sagen Sie weiblichen Migranten, warum Sie Fußball spielen sollten?
Bei Fußball überwindet man Barrieren und Grenzen, weil die Herkunft vergessen wird. Überall auf der Welt gibt es auf dem Fußballplatz die gleichen Regeln, und daran müssen sich alle halten, damit das Spiel funktioniert. Bei Fußball kommen all diese Fragen gar nicht auf. Man merkt sehr schnell, dass man nur gemeinsam das Ziel verfolgen und Spaß haben kann. Dabei fällt es einem viel leichter, sich zu integrieren. Und wenn man auch nicht die gleiche Sprache spricht, beim Fußballspielen versteht man sich trotzdem.

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