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NRWM FanFest - STARKE FRAUEN

Studie: Frauenfußball hat großes Zukunftspotenzial

Zum wiederholten Male ist eine Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass der Frauenfußball enorme Wachstumschancen hat. „Es wird für den Frauenfußball weiter deutlich nach oben gehen“, ist sich Jordi Queralt, Geschäftsführer der Agentur Experience, sicher, die zusammen mit dem Sport-Research-Berater IFM vorliegende Datenbestände auswertete und 3.000 Personen in sechs Austragungsorten der Frauenfußball-WM 2011 befragte. Die Ergebnisse des „Affinity Tracker 2009“ wurden in vollem Umfang im Rahmen der Sportartikel-Messe ISPO Anfang Februar in München vorgestellt.

In Deutschland spielen heute, im Vergleich zum Jahr 2000, 21 Prozent mehr Mädchen und Frauen Fußball, international ist ein Zuwachs von 19 Prozent zu verzeichnen. Erstmals weist die Mitgliederstatistik des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mehr als eine Million Mädchen und Frauen aus. Auch bei der Berichterstattung in den Medien sind Fortschritte zu erkennen. Die Sendedauer bei den Weltmeisterschaften nahm in den vergangenen vier Jahren um zwölf Prozent zu, die Reichweite wuchs um 27 Prozent.

Zwanziger erwartet weitere Zuwachsraten

„Entscheidend ist, dass wir jedem Mädchen, das Fußball spielen will, auch künftig die Möglichkeit dazu bieten. Das ist für uns beim DFB ein Kernantrieb. Als Folge dieses Engagements entwickeln sich mediale und wirtschaftliche Plattformen, aber das ist sekundär“, so DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger. Zwanziger erwartet einen weiteren Boom bei den Mädchenfußball-Mannschaften. „Was ist wenn unsere Vereine den erwarteten Ansturm infrastrukturell nicht bewältigen können? Darüber müssen wir uns schon heute Gedanken machen.” Im vergangenen Jahr hatte der Boom beim 1. FC Saarbrücken bereits für Probleme gesorgt.

Wachsende TV-Präsenz

Die Studie bestätigt das positive Image der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft, mit der 90 Prozent der Befragten “Teamgeist” und 88 Prozent “unterhaltsame Spiele” assoziieren. Die TV-Übertragungen der Länderspiele, mittlerweile auch im Juniorinnenbereich, sorgen dafür, dass Frauenfußball in der Rangliste der TV-Sendeminuten mittlerweile noch vor Ski-Alpin und Leichtathletik auf dem achten Rang liegt.

Imagedefizite der Frauenfußball-Bundesliga

Doch während die Beliebtheit der Nationalmannschaft bei den Männern nur knapp über den Werten für die Liga und den DFB-Pokal liegen, klafft bei den Frauen noch ein großes Loch. Daran ändert auch nichts, dass in der vergangenen Saison erstmals mehr als 100.000 Zuschauer (117.000) in die Stadien kamen, immer noch weniger als 1.000 im Schnitt.

Quelle: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.womansoccer.de

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